23.05.2017 | Presseinformation, Kommunaler Klimaschutz

Kommunale Klimaschutzmanager treffen sich am 30. Mai in Mannheim

Länderübergreifender Erfahrungsaustausch im Südwesten. Experten aus drei Bundesländern sind dabei. Zusammenarbeit weiter gefragt.


Rund 90 Klimaschutzmanager und Klimaschutzbeauftragte aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden am 30. Mai 2017 in Mannheim zusammenkommen. Im Zentrum der bundesländerübergreifenden Tagung stehen der fachliche Austausch über aktuelle Entwicklungen im kommunalen Klimaschutz und die Vorstellung konkreter Projekte. Besonders Städte, Gemeinden und Landkreise leisten einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Klimaschutzziele. Klimaschutzmanagern kommt dabei eine zentrale strategische Rolle zu. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und die Energieagentur Rheinland-Pfalz organisieren das Treffen der Südwest-Klimaschutzexperten. Es findet bereits zum vierten Mal statt.

Auf der Tagesordnung stehen aktuelle Themen wie die Entwicklung innovativer Kommunikationsstrategien, die E-Mobilität, die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen und die interkommunale Zusammenarbeit im kommunalen Energiemanagement. Nähere Information zum Programm stehen auf der Internetseite des KEA-Kompetenzzentrums.

Klimaschutz bündeln statt einzeln agieren

In vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen ist kommunaler Klimaschutz seit Jahren etabliert. Allein in Baden-Württemberg wurden in den letzten Jahren knapp 150 integrierte Klimaschutzkonzepte erstellt. Deren Umsetzung treiben in vielen Fällen eigens dafür angestellte Klimaschutzmanager voran. Das Bundesumweltministerium fördert solche Arbeitsplätze im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Die Resonanz ist groß: In Baden-Württemberg verfügen rund 60 Städte und Gemeinden sowie die Hälfte der 35 Landkreise über eine oder mehrere solcher Stellen (siehe Grafik). Die Klimaschutzmanager sind zuständig für den gesamten Klimaschutzprozess in der Kommune. Sie führen die Klimaschutzakteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft oder Bürgerschaft unter einem Dach zusammen, stoßen Dialoge an und setzen gemeinsam mit lokalen Partnern Klimaschutzprojekte um.

„Die Zusammenarbeit mit den städtischen Ämtern wie Gebäudemanagement, Stadtplanung oder Verkehrsplanung, aber auch mit externen Partnern ist dabei gefragt“, erklärt Harald Bieber, Leiter des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz der KEA. „Essenziell ist zudem eine systematische Vorgehensweise, um Synergien zu nutzen und den Klimaschutz in allen kommunalen Handlungsfeldern voranzutreiben.“ Dazu gehören etwa die energetische Sanierung des kommunalen Gebäudebestandes, der Ausbau erneuerbarer Energien, die nachhaltige Verkehrsplanung, das Initiieren betrieblicher Energiesparprojekte und die Öffentlichkeitsarbeit.

Klimaschutz lohnt sich nicht nur für die Umwelt

Klimaschutz reduziert den CO2-Ausstoß und hilft, die Erderwärmung und damit den Klimawandel zu begrenzen. Städte, Gemeinden und Landkreise, die sich aktiv daran beteiligen, profitieren darüber hinaus unmittelbar von den Vorteilen: Sie erhöhen die Wertschöpfung und Lebensqualität in ihrer Region, verbessern die Versorgungssicherheit und schaffen eine zukunftsfähige Energieinfrastruktur.

Unter dem Motto „Kommunaler Klimaschutz hat viele Gesichter“ hat das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Interviews mit engagierten Akteuren aus Baden-Württemberg auf YouTube veröffentlicht. Auch zwei Klimaschutzmanagerinnen kommen zu Wort (Statements 8 und 9).