10.04.2018

Klimaschutz im ländlichen Raum

Neues Themenheft des Difu mit nachahmenswerte Beispiele aus Kommunen ist erschienen.


Difu hat ein neues Themenheft mit Ideen und Impulsen zum Klimaschutz für Kommunen in ländlichen Gebieten veröffentlicht. Die Beiträge und Exkurse aus kommunaler Praxis und Forschung greifen u.a. die Themen erneuerbare Energien, klimafreundliche Mobilität, praxisnahe Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Klimaschutz in der Landwirtschaft auf und beleuchten sie anhand guter kommunaler Beispiele. Die Veröffentlichung kann kostenlos bestellt und als barrierefreies PDF heruntergeladen werden.

Die Voraussetzungen zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen unterscheiden sich in ländlichen Räumen häufig von denen in Ballungszentren und Großstädten. Dennoch sind die Möglichkeiten, aktiv Klimaschutz zu betreiben, im ländlichen Raum ebenso vielfältig wie in urbanen Gebieten. Denn sicher ist: Eine Erreichung der bundesweiten Klimaschutzziele ist nur möglich, wenn Klimaschutz flächendeckend – sprich in den Ballungsgebieten und auf dem Land – erfolgreich betrieben wird.

Ländliche Regionen stehen vor großen Zukunftsaufgaben: zentrale Themen, wie der Klimawandel, die demographische Entwicklung, die fortschreitende Globalisierung oder die Sicherung der Daseinsvorsorge sind auch – oder in manchen Bereichen sogar besonders – „in der Fläche“ spürbar. Kommunale Klimaschutzmaßnahmen bieten häufig vielseitige Synergieeffekte und Entwicklungspotenziale für ländliche Gebiete, um diesen Herausforderungen zu begegnen, zum Beispiel in den Bereichen einer klimafreundlichen Mobilitätssicherung, der Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien oder einer nachhaltigen Landwirtschaft. 

Im aktuellen Themenheft „Klimaschutz & ländlicher Raum“ präsentieren Kommunen und Vereine sowie Forschungseinrichtungen in ausführlichen Artikeln und prägnanten Exkursen ihre Ansätze, dem Wandel des Klimas entgegenzuwirken und gleichzeitig Entwicklungsprozesse in ländlichen Gebieten anzustoßen oder effektiv voranzutreiben. Dazu wurden Gemeinden und Regionen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Schwerpunkten ausgewählt: In Willebadessen setzt man stark auf Bioenergie-Erzeugung, in den Gemeinden Mettingen und Jesberg treibt man klimafreundliche Mobilitätskonzepte voran, die Marktgemeinde Glonn nutzt gute Beispiele für den Einsatz erneuerbarer Energien vor Ort für die Bildungsarbeit und im Landkreis Oldenburg nimmt man Klimaschutz in der Landwirtschaft in den Fokus. Diese und weitere gute Beispiele sowie Impulse aus der Forschung sollen andere Kommunen in ländlichen Gebieten zur Entwicklung und Umsetzungen eigener Vorhaben anregen und motivieren. 

Link zum Heft-Download: https://difu.de/publikationen/2018/klimaschutz-laendlicher-raum.html