Gesetzliche Grundlagen und Merkblätter

Gemäß Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) sind alle Unternehmen, die nach der EU-Definition kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind, verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen: und zwar erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits alle vier Jahre ein weiteres.

Von der Durchführung eines Energieaudits sind nach § 8 ​EDL-G Unternehmen freigestellt, die entweder ein Energiemanagement-
system nach der ​DIN ​EN ISO 50001 oder ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS) erfolgreich eingeführt haben.

Kommunalen Unternehmen wird dieser KMU-Status in der Regel nicht anerkannt: Sie halten häufig zwar die vorgegebenen Mitarbeiter- bzw. Umsatzschwellenwerte ein und wären damit als KMU einzustufen. Jedoch werden ihre Anteile oder Stimmrechte zu 25 Prozent oder mehr von einer staatlichen Stelle oder Körperschaft des öffentlichen Rechts kontrolliert. Eine Vielzahl an kommunalen Unternehmen hat aus diesem Grund ein Energieaudit durchzuführen.

Doch es gibt Ausnahmen: Eine Orientierung, ob auditpflichtig oder nicht, bietet eine Grafik des Deutschen Städtetags in der rechten Spalte.