Ergebnisse der Ist-Stand- und Hemmnisanalyse

Um die Nutzersensibilisierung in Schulen und Kitas zu optimieren, haben wir uns ausführlich mit der bisherigen Situation und den Beweggründen der Akteure befasst - denn: Nur drei Prozent aller Schulträger in Baden-Württemberg haben bereits ein Fifty-Fifty-Projekt durchgeführt. Eine Verstetigung gab es bei nur einem Drittel der Projekte. Die Schulträger nannten als Hemmnisse: "Kosten/Anfangsfinanzierung", "fehlendes Fachpersonal", "Aufwand für Berechnungen" und "Akquise der Schulen schwierig/aufwändig".

Nur für die Hälfte der Projekte wurde ein Förderantrag gestellt. Die Gründe dagegen waren: "Nicht notwendig, Projekt finanziert sich von selbst", "Damals gab es noch keine Förderung" und "Zu aufwändig/Aufwand und Nutzen stehen nicht im Verhältnis".

An der Hälfte der Projekte waren die regionalen Energieagenturen (rEA) oder die KEA beteiligt. 32 regional Agenturen hat die KEA in den Jahren 2010-2013 dafür geschult. Lediglich zehn geschulte rEA haben anschließend ein Projekt begleitet. Die genannten Hemmnisse waren: "Kapazität der rEA ausgeschöpft", "Förderantrag kompliziert und aufwändig", "Akquise von Ansprechpartnern aufwändig und schwierig", "Kein festes Budget/keine Stelle für Fifty-Fifty" und "Keine Planungssicherheit".

Den Bedarf an weiterer Unterstützung beschrieben die rEA so: "fachlicher Erfahrungsaustausch", "Schulung für neue Mitarbeiter", "einfachere, zugänglichere Förderung durch PTJ", "Unterstützung bei Akquise", "vorgefertigtes Info-/Werbematerial", "ausgeweitete Förderung (Personal, Kosten)" und "Differenzierung von privaten Anbietern".

Daraus leiten wir die folgenden Optimierungsmöglichkeiten ab:

  • Durchführung einer weiteren Multiplikatorenschulung für regionale Energieagenturen
  • Organisation eines regelmäßigen Erfahrungsaustauschs
  • In Regionen, in denen die rEA aus Kapazitätsgründen solche Projekte nicht anbietet: Schulung weiterer Multiplikatoren
  • Ausarbeitung von Unterstützungsmaterial für die Akquise
  • Bereitstellung von Informationen zur Stellung eines Förderantrags
  • Ausarbeitung und ggf. Förderung eines Angebots, das die Brücke zwischen Standby-Unterrichtseinheiten und Fifty-Fifty-Projekten schlägt
  • Zusammenstellung von Bildungsmaterialien und Fortbildungsveranstaltungen