Energieeffiziente Schreinerei

Schreinereien sind material- und energieintensive Unternehmen. Bei steigenden Energiepreisen werden die Energiekosten zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Die Höhe des Gesamtenergie-verbrauchs hängt im Wesentlichen von dem wärmetechnischen Standard des Gebäudes, der Art der eingesetzten Energieträger, der Energieeffizienz der Anlagentechnik sowie der Betriebsgröße und Fertigungsstruktur ab.

Die Energiekosten der Holzbranche liegen gegenwärtig in der Größenordnung von rund 1,5°% bis 3,0 % des Jahresumsatzes. Damit erreichen sie in vielen Unternehmen die Höhe der heute realisierbaren Umsatzrenditen. Das bedeutet:

Die Reduzierung der Energieausgaben führt direkt zu einer Steigerung des Gewinns und in den meisten Fällen auch zu einer merklichen Umweltentlastung.

Die Energiekostenverteilung zeigt deutlich, dass die Stromkosten den größten Teil der Energiekosten ausmachen. Hier steckt der Hauptansatz für die Maßnahmen der Energieeinsparung.

Der durchschnittliche Stromverbrauch einer Schreinerei beträgt, je nach technischer Ausrüstung und Produktspektrum, ca.6.000 kWh pro Mitarbeiter und Jahr. Energieeffizient arbeitende Betriebe haben nur die Hälfte des Verbrauchs und können dadurch erhebliche Kosten einsparen.

Die größten Stromverbraucher in Tischlereibetrieben sind Holzverarbeitungsmaschinen, Späneabsaugung, Beleuchtung, Heizung und Druckluft.

Quellenangabe: "Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz - Regionale Werkstätten des Handwerks gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie"