Unterschiedliche Methoden der Wirtschaftlichkeitsberechnung von Energieeffizienzmassnahmen

Neben den nichtinvestiven Energieeffizienzpotenzialen des kommunalen Energiemanagements (KEM) stehen auch die investiven Maßnahmen in den kommunalen Liegenschaften im Fokus der Netzwerktreffen. Dabei ist das KEM eine sehr gute Vorbereitung für die Umsetzung investiver Maßnahmen. Denn „KEM optimiert den Energiebedarf und kennt ihn.“ Dies optimiert beispielsweise eine erforderliche Kesselleistung oder das Volumen einer zentralen Brauchwarmwasserbereitung und senkt damit die Investitionskosten.

Muss in der Verwaltung und im Gemeinderat die Entscheidung getroffen werden welche der untersuchten Varianten der Effizienzmaßnahme umgesetzt werden soll, wird immer die die Frage gestellt "rechnet sich das?".

Zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen gibt es unterschiedlich Methoden. Beispielsweise die statische Amortisationsrechnung, die Ermittlung des internen Zinsfußes oder die sogenannte Vollkostenrechnung.

Weitere wichtige Fragen sind welche Zielgruppen müssen überzeugt werden und welchen Argumenten gegenüber sind Sie aufgeschlossen? Werden mögliche Energiepreissteigerungen bei der Berechnung berücksichtigt? Wurde ein Bonus für die Umweltfolgekosten berücksichtigt?

Die unterschiedlichen Methoden wurden in einem Netzwerktreffen vorgestellt und die Teilnehmer waren überrascht, dass allein die Wahl der verwendeten Methode eine Maßnahme als wirtschaftlich oder als unwirtschaftlich darstellen kann. Als Aufhänger für das Thema wurde ein von einem Ing.-Büro erstellter Sanierungsfahrplan herangezogen.