Webinar-Datenbank

In dieser Datenbank finden Sie die Webinare, die bereits im Rahmen des Kompetenzzentrums stattgefunden haben:

Nr.DatumThemaReferentPräsentationBeantwortete Fragen
115.12.2016Moderne KWK-Technologien - Technik und WirtschaftlichkeitMarkus Gailfuß - BHKW InfozentrumDownload

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Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann durch den Einsatz vieler Energieträger realisiert werden. Im fossilen Bereich sind das Erdgas, Heizöl oder Flüssiggas. Bei den regenerativen Energieträgern sind Pflanzenöl, Biogas oder Holzprodukte nutzbar. Diese Energieträger werden mit Hilfe verschiedener Technologien wie Stirling- und Otto-Motoren, Dampf- und Gas-Turbinen sowie Brennstoffzellen in Wärme und Strom umgewandelt. 2016 boten 79 BHKW-Hersteller deutschlandweit 1.347 unterschiedliche Module an.
Ein wichtiger Indikator bei der Auslegung von KWK-Anlagen ist der elektrische Wirkungsgrad. Bei Otto- und Diesel-Motoren steigt dieser mit zunehmender elektrischer Leistung von ungefähr 25 Prozent im Leistungsbereich bis fünf Kilowatt elektrisch (kWel) auf bis zu 40 Prozent bei Anlagen mit einer elektrischen Leistung über 500 kWel. Brennstoffzellen erreichen sogar Wirkungsgrade über 50 Prozent. Aufgrund des breiten Leistungsspektrums können KWK-Anlagen in vielen Gebäuden wie Schwimmbädern, Schulen, Pflegeeinrichtungen oder in Wohngebäuden eingesetzt werden.
Wird im Anwendungsfall zudem technische Kälte benötigt, kann diese über die ausgekoppelte Wärme in Ad- oder Absorptionsanlagen bereitgestellt werden.
KWK-Anlagen werden meist nach dem Wärmebedarf ausgelegt. Die Grundlage dazu bieten das Wärmeverbrauchsprofil oder Monatsverbrauchswerte des Gebäudes. Diese ermöglichen eine erste Abschätzung.
Die Grundlage für die Wirtschaftlichkeit bildet die VDI 2067 „Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen“: Kosten und Erlöse werden hier über einen Zeitraum von zehn bis 20 Jahren verglichen. Neben der Wärme ist auch ein Eigenverbrauch des bereitgestellten Stroms eine finanziell interessante Option.
202.02.2017Übersicht über wichtige gesetzliche RahmenbedingungenMarkus Gailfuß - BHKW InfozentrumDownloadDownload

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Bei der Projektierung von KWK-Anlagen spielen viele rechtliche Vorgaben eine Rolle. Dazu gehören das Baurecht, die Landesbauordnung, die Kehr- und Überprüfungsordnung, die Feuerungsverordnung sowie das Bundesimmissionsschutzgesetz.
So gilt beispielsweise die Vorgabe, dass in Wohngebieten außerhalb von Gebäuden ein Lautstärkepegel von 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts nicht überschritten werden darf (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm). Alle KWK-Anlagen müssen die Vorgaben der TA Lärm erfüllen.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) und das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) geben den umwelttechnischen Rahmen für den Einsatz von Wärmeversorgungsanlagen. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Möglichkeit, automatisch all diese Vorgaben zu erfüllen.
Finanziell relevant sind das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG), das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das Stromsteuergesetz (StromStG) und das Energiesteuergesetz (EnergieStG). Je nach Größe der Anlage und Laufzeit ergeben sich spezifische Vergütungssätze über KWKG und EEG. Über das EnergieStG ist eine Rückvergütung der Energiesteuer für den eingesetzten Kraftstoff möglich.
Das EEG regelt zudem die Vergütung beim Einsatz von erneuerbaren Energieträgern und die Höhe der EEG-Umlage. 
311.05.2017Anlagenoptimierung & AdministrationMarkus Gailfuß - BHKW InfozentrumDownload

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Viele Faktoren beeinflussen die Leistung von KWK-Anlagen. So sinkt die Leistung proportional mit der geodätischen Höhe. Der Teillastbetrieb sowie verschlissene oder verstopfte Teile der Anlage verschlechtern den Wirkungsgrad.
Um die Anlage optimal zu betreiben, sollte zudem die Druckhaltung im System und eine entsprechende Heizwasserqualität gewährleistet sein sowie die Schallemission möglichst gering gehalten werden.
Im Rahmen der Administration haben Anlagenbetreiber Meldungsfristen einzuhalten: Das sind die Meldung der EEG-Umlage auf Eigenverbrauch, die Jahresmeldung nach dem KWKG an den Netzbetreiber, die Meldung der EEG-Umlage für die Lieferung an Dritte und die Meldung zum Erhalt der Energiesteuer-Rückerstattung.
4.125.01.2018Mieterstrommodell der Stadtwerke KonstanzRichard Dederichs - Stadtwerke KonstanzDownloadDownload

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Die Thematik Mieterstrom, die die Bereitstellung von lokal in/auf Gebäude oder Heizzentrale erzeugtem Strom für Mieter beschreibt, bietet sowohl für den Anbieter als auch den Endnutzer viele ökologische und ökonomische Vorteile.
In diesem Webinar ist die Umsetzung der Stadtwerke Konstanz dargestellt. Die Einsparung von Umlagen ermöglicht es, den in KWK- und Photovoltaik- (PV-)Anlagen erzeugten Strom zu einem günstigeren Tarif anzubieten, als der Energieversorger vor Ort. Es entfallen unter anderem Kostenbestandteile wie die KWK-Umlage, die Konzessionsabgabe und die Stromsteuer. Durch den Aufbau eines smarten Zählermodells bereiten die Stadtwerke den Kunden zudem auf die künftigen Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes vor. Damit ist eine genaue Abrechnung gegenüber dem Letztverbraucher möglich. Das Modell wurde 2017 mit dem VKU-Innovationspreis -Sonderpreis „Regionale Energiewende“ ausgezeichnet.
4.206.03.2018Mieterstrom - Bericht aus der Praxis

Michael Huber - Energiekonzept Ortenau

Martin Suedes - freiberuflicher Projektleiter im Gewerbebau

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Bei der Erneuerung von Heizungsanlagen sollten Eigentümer von Mehrfamilen-Immobilien immer auch den Einsatz von KWK-Anlagen betrachten. Neben der Erfüllung von gesetzlichen Anforderungen können auch die Mieter über den sogenannten Mieterstrom durch günstige Strompreise an der Energiewende und den Einsparungen beteiligt werden.

In diesem Webinar möchten wir Ihnen zeigen, welche messtechnischen Anforderungen an Mieterstrom bestehen. Wir vergleichen Einspeisung und Eigenverbrauch und welche Betreiberkonzepte genutzt werden können. Neben den Betreiberpflichten schließt das Webinar mit der technischen Anforderung an den Hausanschluss und einem Beispiel aus der Praxis.

 

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