07.04.2017

8,8 Millionen Euro für energieeffiziente Wärmenetze

Das seit Februar 2016 bestehende Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ soll Investitionen in zukunftsfreundliche Wärmenetze anreizen.


Das Programm ist auf sechs Jahre angelegt und hat ein Fördervolumen von insgesamt 8,8 Millionen Euro. Es richtet sich an Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen. Die ersten drei Zuwendungsbescheide der aktuellen Antragsrunde sind nun versandt.

„Wir wollen die Wärmeversorgung im Land bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral gestalten. Dabei nehmen Wärmenetze eine tragende Rolle ein“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller. Um Investitionen in solch zukunftsfreundliche Wärmenetze anzureizen, hat das Land im Februar 2016 das Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ aufgelegt. Das Programm ist auf sechs Jahre angelegt und hat ein Fördervolumen von insgesamt 8,8 Millionen Euro. Es richtet sich an Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen.

Zuwendungsbescheide der aktuellen Antragsrunde

Die ersten drei Zuwendungsbescheide der aktuellen Antragsrunde sind versandt: Die Stadtwerke Weil am Rhein erhalten eine Zuwendung in Höhe von 200.000 Euro für die Erweiterung ihres Wärmenetzes. Fördermittel in gleicher Höhe bekommt das Wärmenetz Rauer Kopf, ein Projekt der Stadtwerke Böblingen GmbH & Co. KG. Für die Nahwärmeversorgung im Neubaugebiet Kesseläcker in Öhringen gewährt das Land der Kraftwärmeanlagen GmbH in Bietigheim-Bissingen eine Zuwendung von 114.600 Euro. In den geförderten Projekten wird Wärme aus Hackschnitzeln sowie aus Abwärme der Stromerzeugung und Müllverbrennung eingesetzt werden.

Franz Untersteller: „Wärmenetze sind aufgrund ihrer Flexibilität ein wichtiger Baustein der Energiewende. Sie können sowohl Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Biomasse, Solarthermie oder Geothermie aufnehmen als auch Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder Abwärme aus Gewerbe und Industrie. Damit können Wohnungen, kommunale Gebäude, Gewerbebetriebe oder Industrieanlagen beheizt werden. Die nun geförderten Investitionen in energieeffiziente Wärmenetze leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer nahezu klimaneutralen Wärmeversorgung im Land.“ Ziel der Landesregierung sei es, den Anteil erneuerbarer Wärme von heute 14 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 21 Prozent zu erhöhen.

Untersteller wies darauf hin, dass der größte Anteil der gesamten Endenergie im Land für Heizen und warmes Wasser verbraucht werde: „Die Wärmeerzeugung ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Heizung und Warmwasserbereitung verursachen ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen. Um unsere Klimaschutzziele erreichen zu können, müssen wir unser Augenmerk verstärkt auf den Wärmesektor richten.“

Weitere Informationen zum Förderprogramm "Energieeffiziente Wärmenetze" an dieser Stelle.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg